Episode 04 — Die offene Tür, Teil 2

Shownotes

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333 ist ein Podcast über paranormale Erlebnisse — erzählt von den Menschen, denen sie passiert sind. Neue Folgen alle zwei Wochen, überall wo es Podcasts gibt.

Host und Produktion: Florian Kowatz. Eine Produktion von KR8 bureau, Wien.

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00:00:11: Willkommen bei 333, mein Name ist Florian Kowatz.

00:00:16: Heute geht es weiter mit dem zweiten Teil von "Die offene Tür", der Geschichte von Jessy und Uschi.

00:00:23: Was ich im ersten Teil nicht erzählt habe, ist, dass ich selbst einmal eine ziemlich eigenartige Erfahrung mit einem Ouija-Brett gemacht hab.

00:00:33: Ich war damals ungefähr siebzehn oder achtzehn, und wir waren eine kleine Gruppe von Freunden, ziemlich neugierig, ehrlich gesagt, und ich hatte mir irgendwann so ein Brett gekauft.

00:00:44: Ich glaube, das war damals auf Etsy oder eBay.

00:00:47: Wir sind das Ganze sogar relativ gewissenhaft angegangen.

00:00:50: Wir hatten ein kleines Büchlein, eine Anleitung, und haben versucht, uns an die beschriebenen Abläufe zu halten.

00:00:57: Da möchte ich jetzt gar nicht zu sehr ins Detail gehen, weil es eine ganz eigene Geschichte ist.

00:01:01: Die erzähle ich vielleicht irgendwann mal über Social Media. Aber an diesem Abend sind ein paar Dinge passiert, die ich mir bis heute nicht so ganz erklären kann.

00:01:10: Wir hatten irgendwann darum gebeten, dass uns ein Zeichen gegeben wird, also quasi von der Entität, die wir dort beschworen hatten, und kurz darauf haben sich tatsächlich Gegenstände im Raum bewegt.

00:01:21: Wir haben natürlich mit äußerster Panik reagiert und sind alle schreiend aus dem Raum gelaufen, aber was genau dort los war, wissen wir bis heute nicht so ganz.

00:01:31: Noch seltsamer war allerdings eine Information, die wir während einer dieser Sessions über eine uns nahestehende Person bekommen haben.

00:01:38: Damals hat diese Information für uns überhaupt keinen Sinn ergeben.

00:01:41: Erst ungefähr zwanzig Jahre später, also vor kurzer Zeit erst, habe ich erfahren, dass diese Information tatsächlich relevant war und gestimmt hat. Und soweit ich weiß, konnte keiner von uns, die damals bei dieser Session dabei waren, davon überhaupt wissen.

00:01:56: Ab und zu denke ich jetzt an diesen Abend zurück, weil ich bis heute auch noch nicht ganz weiß, wie ich das Ganze einordnen soll.

00:02:03: Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum mich Jessys Geschichte so beschäftigt.

00:02:08: Im ersten Teil hat sie erzählt, wie sie als Teenager gemeinsam mit ihrer Freundin Melanie mit einem Ouija-Brett experimentiert hat und wie sich in der Zeit danach ihre ohnehin schon vorhandenen Schlafparalysen immer weiter intensiviert haben.

00:02:22: Heute geht es darum, was schließlich passiert ist, als Uschi ins Bild kommt und Jessy auf unerwartete Weise hilft.

00:02:30: Wir hören diese Geschichte heute nicht mehr nur aus Jessys Perspektive, sondern auch Uschi wird uns davon erzählen.

00:02:35: Ihr hört 333, Episode vier.

00:02:38: Das ist der zweite Teil von "Die offene Tür".

00:03:17: Sie hat tatsächlich gesagt, sie spürt eine dunkle Präsenz in meiner Nähe und dass ich von einem dunklen Schatten verfolgt werde.

00:03:25: Sie hat mich dann gefragt, ob ich jemals so etwas gemacht hätte wie Geisterbeschwörung, Ouija-Brett usw.

00:03:33: Und ich habe in dem Moment natürlich zugeben müssen, dass ich das gemacht habe, und sie hat gesagt, ja, dass das davon kommt.

00:03:41: Ich habe auch erzählt, dass ich schon als Kind immer wieder solche Schlafparalysen hatte, aber dass die sich so extrem intensiviert haben, und sie sagte, ich habe eine Tür offen gelassen, die ich nicht mehr versperren kann.

00:03:58: Ich habe in dem Moment so Panik bekommen und gedacht, mein Leben ist jetzt definitiv zu Ende.

00:04:03: Ich werde sterben wie in einem Horrorfilm.

00:04:05: Ich werde vom Dämon in die Hölle gezogen – das war es dann mit mir!

00:04:09: Und eigentlich ging's in diesem Gespräch nur darum, dass eben diese Präsenz da ist.

00:04:16: Sie hat gesagt, sie muss sich noch überlegen, wie ich diese Präsenz wieder loswerden kann.

00:04:21: Okay, das klingt einfach wie aus einem Horrorfilm.

00:04:25: Es war definitiv wie in einem Horrorfilm, es war noch schlimmer als ein Gruselfilm, weil das war für mich halt die Realität, und ich habe das Gefühl gehabt:

00:04:33: Ich werde jetzt einer dieser seltsamen Fälle, wo man dann meine Leiche findet und keiner weiß, was mit mir passiert ist.

00:04:41: Und für mich war das so ein Untergangsszenario, weil ich gedacht habe, ja, das kann ja nicht lange gut gehen, weil wenn sich das so von Woche zu Woche intensiviert, wie soll das zu Ende gehen?

00:04:52: Also für mich war irgendwie das Gefühl da, das könnte mein Ende sein, früher oder später.

00:05:00: Und ich hab halt dann immer mehr halt auch diese dunkle Präsenz gespürt bei mir.

00:05:06: Also seit wir dieses Ouija-Brett, diese Session gemacht haben … Ab diesem Zeitpunkt habe ich immer wieder so diese dunkle Präsenz gespürt.

00:05:13: Aber ich habe mir lange Zeit eingeredet, dass ich mir das nur einbilde aus Angst, weil mich das an diesem Abend so schockiert hat.

00:05:22: Aber als sie mit mir dann gesprochen hat, war es für mich irgendwie klar, dass da tatsächlich etwas ist.

00:05:29: Und für mich war das halt sehr beängstigend, weil ich halt echt noch sehr jung war und ich mich auch sehr dumm gefühlt habe, warum ich das überhaupt gemacht habe.

00:05:37: Und ich hab diesen Abend extrem bereut und hab eigentlich überhaupt angefangen, alles zu bereuen, was ich in diese Richtung jemals gemacht habe, und hab mir gedacht, so: Vielleicht muss ich jetzt zu Gott finden, weil ich bin ja nicht religiös.

00:05:50: Ich hab mir echt schon gedacht, vielleicht muss ich einfach wirklich anfangen, religiös zu werden.

00:05:54: Vielleicht kann ich das so loswerden.

00:05:56: Einige Tage später war ich wieder bei Uschi zu Hause, und wir wollten Film schauen und sind mit ihrer Katze, mit Carlos, auf der Couch eingeschlafen, bei ihr, beim Film. Und ich hatte wieder Schlafparalyse.

00:06:17: Es war dunkel in diesem ganzen Raum.

00:06:19: Ich weiß, dass da der Fernseher auch gelaufen ist, aber in meiner Schlafparalyse hat man diesen Fernseher nicht gesehen.

00:06:28: Ich habe gewusst, dass ich eingeschlafen bin beim Fernseher, der gelaufen ist, aber ich habe vor mir einen dunklen Fernseher gesehen

00:06:37: und am

00:06:38: Eck vom Sofa … Also das war eine, muss ich dazu sagen, dieses Sofa war in einer L-Form. Und auf dieser einen Seite ist Uschi gelegen und auf der anderen Seite bin ich gelegen.

00:06:54: Und eigentlich bei Uschis Beinen stand wieder dieser riesige Mann, dieser schwarze Mann mit Hut.

00:06:59: Ich habe versucht zu schreien und konnte mich nicht bewegen, und er hat sich immer weiter über mich drübergebeugt.

00:07:07: Und in dem Moment hab ich ein Klirren gehört, und dieser schwarze Mann war weg.

00:07:15: Und irgendwie kurz darauf konnte ich mich aus dieser Schlafparalyse lösen und habe mich herumgeschaut und habe mich wieder hingelegt.

00:07:24: Ich bin dann, glaube ich, auch relativ bald ganz normal eingeschlafen.

00:07:30: Also wegen dem Klirren habe ich gar nicht mehr so viel nachgedacht.

00:07:32: Ich habe kurz darüber nachgedacht, ob das vielleicht die Katze war, die irgendwas runtergeworfen hat.

00:07:39: In der Früh bin ich aufgewacht und habe gesehen, dass ein zersprungenes Glas am Boden gelegen ist, und habe eigentlich nicht mehr weiter darüber nachgedacht.

00:07:49: Und dann ist die Uschi wach geworden und hat gesagt: Jessy, du wirst nicht glauben, was heute Nacht passiert ist.

00:07:57: Ich hab sie gefragt: Na ja, was ist denn passiert?

00:07:59: Und sie so: Ich habe den schwarzen Mann vor dir stehen gesehen, und ich wollte dich retten!

00:08:05: Ich wollte dich befreien und habe ihn weggetreten, und dabei hatte ich offenbar dieses Glas erwischt und hab es runtergekickt.

00:08:14: Warte, war sie wach oder hat sie geschlafen?

00:08:16: Wie hat sie ihn gesehen?

00:08:17: Sie

00:08:17: hat gesagt, sie hat geschlafen, und sie hat ihn gesehen.

00:08:20: Also sie hat geträumt quasi?

00:08:22: Ja, sie hätte geträumt, dass sie diesen schwarzen Mann am Eck vom Sofa sieht und dass sie ihn quasi versucht hat, von mir wegzubekommen, und dass sie ihn getreten hat und dabei das Glas runtergestoßen hat.

00:08:38: Und es ist zersprungen. Und sie hat es so beschrieben, wie er tatsächlich ausgesehen hat und wo er genau gestanden ist.

00:08:47: Und wirklich in dem Moment, wo ich das Klirren gehört habe, war's auch vorbei.

00:08:50: Wir unterhalten uns bis heute – also das ist noch immer unsere krasseste Story gemeinsam!

00:08:57: Wir reden immer wieder darüber, was da an diesem Abend passiert ist.

00:09:03: Tatsächlich nach diesem Abend hatte ich fast drei Jahre lang keine Schlafparalyse mehr.

00:09:11: Also dieser schwarze Mann mit Hut, der war weg.

00:09:14: Ein für alle Mal!

00:09:16: Ich habe in den letzten Jahren wieder Schlafparalysen bekommen.

00:09:20: Allerdings war der schwarze Mann mit Hut nie dabei, und es ist auch viel seltener geworden und viel weniger intensiv.

00:09:28: Also wenn ich es einmal habe, dann ist das meistens ein, zwei Mal die Nacht, und dann wieder monatelang gar nicht.

00:09:35: Ich muss sagen, meine … ich hab danach diese Haltung eingenommen von wegen: So was existiert nicht, so etwas gibt es nicht.

00:09:44: Ich habe diese Haltung, glaube ich, eingenommen aus Angst vor dem, was passiert ist, auch wenn ich in diesem Moment gewusst habe, dass es so tatsächlich passiert ist.

00:09:56: Aber ich wollte das für mich, glaube ich, in diesem Moment, dieses Kapitel abschließen, und ich habe viele Jahre lang so getan, als wäre da nichts. Und ich habe viele Jahre da auch keinen Kontakt zu Uschi gehabt, aber das war aus anderen Gründen.

00:10:09: Wir haben uns irgendwann mal zerstritten, und wir haben seit ein paar Jahren wieder Kontakt. Und eigentlich kann ich das jetzt seit kürzerer Zeit, also seit ein paar Monaten, einem Jahr, wieder viel mehr zulassen, weil ich für mich begriffen habe, dass es da andere Sachen gibt.

00:10:28: Es gibt eine – wie man es auch immer nennen möchte – eine andere Welt oder eine Zwischenwelt.

00:10:34: Es gibt, glaube ich, andere Dimensionen, die wir uns halt noch nicht ganz erklären können und vorstellen können oft. Aber es gibt definitiv etwas anderes außer uns, es gibt andere Präsenzen, Energien, wie auch immer man das nennen möchte.

00:10:48: Und für mich ist es definitiv klar, dass all diese Sachen tatsächlich so passiert sind und dass das halt keine Träume, keine Einbildungen waren.

00:10:56: Weil dafür gibt's halt so viele Indizien, zu viele Menschen, die Ähnliches erzählt haben, viele Menschen, die Ähnliches erlebt haben. Und ich glaube mittlerweile fest daran, dass ich da tatsächlich von irgendeiner schwarzen Präsenz verfolgt wurde, die ich von mir weggekommen habe, und ich verstecke mich nicht mehr davor.

00:11:16: Und ich versuche, das nicht mehr kleinzureden, sondern es einfach

00:11:19: zuzulassen.

00:11:24: Ich bin Uschi.

00:11:24: Ich bin mittlerweile vierzig Jahre alt.

00:11:30: Also, ich rede jetzt da von einer Erfahrung, die ich mit meiner Freundin Jessy hatte.

00:11:34: Wir haben uns kennengelernt über … eine gemeinsame Freundin, und wie sich das halt so ergibt, hat sich diese Freundschaft dann einfach mit der Zeit vertieft.

00:11:45: Und wir haben sehr viel Zeit miteinander verbracht.

00:11:47: Was verbindest du mit deiner Freundschaft zu Jessy?

00:11:50: Also was macht eure Freundschaft aus, würdest du sagen?

00:11:52: Ist eigentlich eine recht intensive Freundschaft.

00:11:55: Ich würde sagen, dass wir generell sehr ähnlichen Geschmack haben. In Richtung Mode, Musik, Politik etc.

00:12:03: sind wir uns doch durchaus sehr ähnlich, haben sehr viele lustige Zeiten miteinander verbracht, sehr viel Blödsinn miteinander gemacht schon.

00:12:12: Also ja, ist einfach eine sehr gute Mädchenfreundschaft, würde ich einfach mal sagen.

00:12:18: Und jetzt reden wir über das Erlebnis selber.

00:12:22: Wann hast du und wie hast du das erste Mal davon erfahren?

00:12:25: Wie ist die Jessy an dich herangetreten?

00:12:28: Die Jessy hat mir grundsätzlich erzählt, dass sie immer wieder unter Schlafparalyse leidet und dass ihr das halt auch den Schlaf raubt.

00:12:35: Und das ist natürlich sehr beängstigend, weil Menschen in Schlafparalysen … Man sieht Dinge, die schon durchaus furchterregend sind, sag ich jetzt mal.

00:12:46: Und es ist halt sehr hilflos in der Situation auch, weil man einfach keine Kontrolle über seinen eigenen Körper hat.

00:12:52: Und sie hat mir von ihren Erfahrungen damit erzählt.

00:12:55: Ich hab halt selber sehr viele Erfahrungen mit Schlafparalyse, und deswegen war das halt auch ein Thema, was wir ziemlich eingehend miteinander besprochen haben.

00:13:04: Aber es ging ja nicht nur um Schlafparalyse per se, oder?

00:13:08: Nein!

00:13:08: Es ging darum, dass sie immer wieder dieselbe Gestalt eigentlich in ihrer Schlafparalyse gesehen hat.

00:13:15: Also konkret um eine lange, wahrscheinlich männliche Figur mit Hut.

00:13:22: Dunkel.

00:13:24: Sagt dir die Figur was?

00:13:25: Ja, die Figur kenne ich auch.

00:13:27: Ich habe in meinem Leben schon sehr viel über Schlafparalyse gelesen.

00:13:31: Das ist generell eine Figur, die immer wieder mal vorkommt bei Menschen, die Schlafparalyse haben.

00:13:38: Was weißt du alles drüber?

00:13:40: Es gibt viele Interpretationen.

00:13:42: Wahrscheinlich ist es eine Schattenfigur oder ein Schattenwesen, würde ich jetzt einfach behaupten, dass das ist.

00:13:48: Wir hatten das tatsächlich schon mal in unserer ersten Podcast-Geschichte.

00:13:52: Da haben wir dann einen ganz ausführlichen Exkurs zu dem Thema gemacht, und da teilen sich ja die Meinungen, was es ist.

00:14:00: Also viele sagen, es ist irgendwie so eine kulturelle Überlieferung. Das Hirn macht diese Gestalt quasi automatisch.

00:14:08: Was glaubst du?

00:14:09: Schwer zu sagen.

00:14:11: Ich meine, ich finde es spannend, dass es kollektive Erfahrungen gibt, dass so viele Menschen, und zwar auf der ganzen Welt, eigentlich dasselbe sehen.

00:14:18: Das ist ja auch kein Zufall.

00:14:20: Ich glaube nicht daran, dass das Hirn sich das einfach fabriziert.

00:14:23: Ich glaub schon, dass das irgendwie eine Zwischendimension ist.

00:14:27: Also generell, wenn du schläfst, bist du ja sehr in deinem Unterbewusstsein auch drinnen, oder?

00:14:33: Weiß nicht, wie man so sagt.

00:14:34: So der Schleier ist dünner, wenn man schläft.

00:14:37: Also ich glaube, dass man einfach im Schlaf viel wahrnimmt, was auch durchaus bei Bewusstsein eigentlich auch da ist,

00:14:46: nur dass man es nicht wahrnimmt, weil man einfach dann nicht drin ist, wenn man einfach auch nicht so tiefenentspannt ist. Von dem her.

00:14:51: So sehe ich das. Genau, also ihr ging's damals grundsätzlich, glaube ich, auch nicht so gut.

00:14:56: Also es war für alle gerade eine stressige Zeit einfach auch, und sie hat erzählt, dass sie oft nicht schlafen kann bzw.

00:15:04: diese Erfahrungen hat und sie jetzt eher als Albtraum verbucht.

00:15:09: Und ich glaube, so wirklich das Konzept

00:15:10: von

00:15:12: Schlafparalyse war jetzt nicht wirklich so vorhanden.

00:15:15: Ich wusste damals, gebe ich zu, selber auch nicht wirklich, was es ist, sondern es war halt einfach eine Erfahrung, die sie mir erzählte, die ich bestätigen konnte und wo ich gesagt habe: Ja, verstehe ich, kenne ich, du bist wirklich nicht verrückt, quasi.

00:15:27: Also, genau.

00:15:28: Die Jessy war damals auf jeden Fall auch der Auffassung, dass ihr etwas anhaftet, also dass diese Gestalt sie quasi verfolgt, sie persönlich.

00:15:39: Das war, glaube ich, die allgemeine Auffassung damals von ihr.

00:15:43: Was habt ihr mit dieser Information gemacht damals?

00:15:46: Also die Josefina ist eine gute Freundin von mir schon seit vielen Jahren.

00:15:51: Sie ist eine Chilenin, die mittlerweile aber in Guatemala lebt und tatsächlich mit einem Stamm aus dem Amazonas unterwegs ist, den Huni Kuin, und für die diese ganze Übersetzungsarbeit macht und Buchungen macht.

00:16:08: Das ist ein Stamm, der zum Beispiel auch Ayahuasca-Zeremonien macht, und das macht sie halt heutzutage.

00:16:13: Grundsätzlich versteht sie sich als Medium, also sie kann Kontakt zu toten Menschen herstellen. Und nachdem das auch schon immer mein Interesse war, haben wir irgendwie auf dieser Ebene eine Freundschaft gegründet.

00:16:27: Und du hast eine Zeit lang in Chile gewohnt?

00:16:30: Genau, genau, voll!

00:16:31: Ich hab in Santiago gewohnt, und da haben wir uns eben kennengelernt und Kontakt gehalten bis jetzt.

00:16:38: Also wie empfandest du Josefina damals, als du da gelebt hast?

00:16:42: Wie hast du das alles kennengelernt?

00:16:43: Wie war das für dich?

00:16:44: Ja, also Josefina ist eine sehr spannende Person.

00:16:48: Man merkt auch gleich, dass sie einfach anders ist als die anderen, im Sinne von, dass sie irgendwas umgibt.

00:16:53: Sie [hat] einfach irgendeine Aura oder eine gewisse Mystik, würde ich jetzt behaupten.

00:16:59: Also man merkt einfach, dass man mit ihr ganz andere Gespräche führen kann und dass man sich ihr gegenüber ganz anders öffnen kann, also jetzt, sag ich mal, dem 08/15-Menschen, den man auf der Straße trifft, wo ja oftmals solche Themen auch gleich einmal irgendwie sehr abgestempelt werden, weißt du, wie ich meine?

00:17:14: Die Josefina ist grundsätzlich ein Mensch, die macht alles und nichts.

00:17:18: Sie ist eigentlich Yogalehrerin.

00:17:21: Und sie hat keine Praxis per se.

00:17:23: Sie nimmt auch kein Geld für solche Anfragen an.

00:17:25: Die Josefina ist so ein Mensch, [zu der man einfach] kommt.

00:17:28: Sie arbeitet schon, aber sie arbeitet auf einer energetischen Ebene.

00:17:35: Also Geldverdienen ist für sie einfach ein Konzept, was ihr nicht wichtig ist.

00:17:39: Weißt du?

00:17:40: Bei ihr sind es so Sachen: Wenn sie einen Flug braucht, dann kommt dieser Flug schon irgendwie zu ihr, und sie wird schon Personen kennenlernen, die das finanzieren.

00:17:49: Die Josefina sieht tatsächlich eigentlich wie in diesem Film "The Sixth Sense" mit Bruce Willis damals – die Josefina kann wirklich Energien wahrnehmen.

00:18:02: Sie sieht die.

00:18:03: Und zwar tagtäglich, die kann das auch nicht ausblenden.

00:18:06: Ich weiß von der Zeit, wo ich sehr intensiv Zeit mit Josefina verbracht habe, dass sie auch teilweise energetisch wirklich am Sand war.

00:18:13: Ja, weil es einfach viel war, die ganze Zeit, überall, und sie es einfach nicht ausschalten konnte.

00:18:19: Deswegen sage ich Medium, aber sie arbeitet jetzt nicht als Medium per se.

00:18:24: Also so viel zu ihr.

00:18:25: Es ist sehr spannend.

00:18:26: Sie hat auch eine Tochter, die Lupe, die auch eindeutig in diese Richtung geht.

00:18:32: Also recht eine spannende Konstellation an Menschen.

00:18:36: Um meiner Freundin Jessy zu helfen, habe ich damals vorgeschlagen, dass ich vielleicht meine Freundin Josefina eben in Chile kontaktiere, weil diese Person für mich einfach sehr weise ist, was so etwas betrifft, und ich wüsste auch wirklich nicht, wen ich sonst hätte fragen können.

00:18:52: Damals, ja auch heutzutage, wüsste ich gar nicht so viele Menschen.

00:18:57: Auf jeden Fall, das haben wir dann gemacht.

00:18:58: Wir haben über Skype gemeinsam die Josefina kontaktiert und haben ihr quasi einfach mal geschildert, was alles passiert ist.

00:19:06: Wie es der Jessy geht.

00:19:08: Und

00:19:09: die Josefina … Wir haben ihr noch einige Daten gegeben, also eben Jessys Geburtsdatum, Ort, Zeit

00:19:14: usw.,

00:19:15: dass sie da ein bisschen recherchieren kann.

00:19:17: Und Josefina meinte halt dann schlussendlich, dass sie durchaus der Meinung ist, dass sich irgendeine Energie quasi an die Jessy angeheftet hat, irgendwas Dunkles, und das ist das, was sie wahrscheinlich auch in dieser Schlafparalyse verfolgt.

00:19:35: Also nach diesem Call mit Josefina haben wir das natürlich mal sickern lassen, an und für sich.

00:19:40: Mein erster Response auf solche Informationen ist immer, ein bisschen zu räuchern, die Energie auszuräuchern, um einfach eine Grundlage zu schaffen.

00:19:51: Also es war dann auch so, dass ich zur Jessy gesagt habe: Du kannst gerne bei mir schlafen.

00:19:55: Auch ein paar Tage, und so, ist überhaupt kein Problem.

00:19:58: Weil sie einfach schon panisch war.

00:20:00: Sie konnte nicht mehr gescheit einschlafen, weil sie einfach Angst hatte vor dem, was sie im Schlaf wieder vorfinden wird, quasi.

00:20:07: Schlussendlich war es dann so, dass wir dann einige Tage gemeinsam verbracht haben.

00:20:12: Also mich intensiv … Die Jessy war halt damals ziemlich gestresst einfach wegen dieser Situation.

00:20:19: Und ich verstehe das auch, vor allem wenn man auch Schlafmangel hat und so, denn es fühlt sich ja dann auch alles viel schlimmer an gleich im Kopf, und die Wahrnehmung trübt sich dann noch mehr und so.

00:20:29: Deswegen habe ich eben angeboten, dass sie, so lange sie möchte, bei mir übernachten kann.

00:20:35: Das war dann eh gleich

00:20:36: diese erste Nacht. Wir haben ferngesehen, also Film geschaut bei mir im Zimmer, und mein Kater Carlos lag auch bei uns auf der Couch, und wir sind dann einfach irgendwann mal eingeschlafen.

00:20:49: Wenn ich mich richtig erinnere, ist sie innen gelegen, ich bin außen gelegen, und neben mir ist noch der Carlos gelegen.

00:20:54: Das ist echt schwer zu sagen, weil ich habe auch geschlafen und sie hat auch geschlafen, und ich hab jetzt nicht wahrgenommen aktiv, dass sie gerade struggled in ihrem Schlaf, also wahrscheinlich wird sie sich schon bewegt haben, und so nehme ich jetzt einfach mal an, aber ich habe das nicht aktiv wahrgenommen.

00:21:13: Was ich aber in meinem eigenen Schlaf aktiv wahrgenommen hab, ist eine Gestalt, die quasi über uns gestanden ist, eine lange dunkle Gestalt mit Hut. Und wie ich vorhin schon erwähnt habe, durch so viele Jahre mit Schlafparalyse und luzidem Träumen:

00:21:51: Ich kann das sehr gut unterscheiden, ob ich wach bin oder nicht.

00:21:54: Das heißt, meine erste Reaktion, wenn ich so was mitbekomme, ist nicht, dass ich panisch werde oder Angst bekomme, sondern ich versuche, mich irgendwie aufzuwecken.

00:22:05: In diesem Fall war es total schräg, weil das hab ich selber noch nie gemacht.

00:22:10: Ich hab zwar schon oft in Schlafparalysesituationen, wie ich vorher erzählt habe, dass ich mich dann im Schlaf gedreht hab in dem Moment, von diesem fiktiven Aufprall im Schlaf, und mich so gegen die Wand gedreht.

00:22:24: Aber in diesem Fall war es irgendwie so … dass es mich überkommen ist, dass ich diese Schattenfigur trete!

00:22:33: Und das war total schräg, weil das habe ich wirklich … Also ich hab eigentlich geschlafen und im Schlaf, statt eben diese Fingerübung zu machen, habe ich einfach meinen Fuß genommen.

00:22:43: Und hab in diese Richtung getreten … und in dem Moment sind wir auch beide aufgewacht, weil was ich eigentlich getreten habe, war ein Wasserglas!

00:22:51: Was dann

00:22:51: durchs Zimmer geflogen

00:22:53: ist?

00:22:53: Und die Jessy war so: What the fuck?

00:22:56: Hast du den auch

00:22:57: gesehen?!

00:22:59: Es war sehr verwirrend in dem Moment, halt einfach weil ich ja gar nicht gewusst habe, dass sie das auch gesehen hat.

00:23:05: Also wir haben gemeinsam mehr oder weniger erst denselben Traum geträumt, so.

00:23:10: Oder ich hab gesehen, was sie bedroht!

00:23:13: So, glaube ich, könnte ich das am besten beschreiben.

00:23:16: Und sie war dann so:

00:23:17: Du hast die Figur getreten, und sie ist jetzt weg … Ich glaub, wir haben eigentlich gleich darüber geredet, weil wir dann munter waren.

00:23:24: Es ist dieses Glas wirklich durchs Zimmer geflogen, also einfach ein Wasserglas mit Wasser drinnen.

00:23:29: Also wir sind schon eindeutig aufgewacht.

00:23:32: Wir haben auch nicht ewig lang drüber geredet.

00:23:33: Wir sind dann auch ziemlich schnell wieder eingeschlafen, weil es war schon irgendwie … wir waren noch schlaftrunken eigentlich, und wir haben sicher am nächsten Tag noch viel mehr darüber gesprochen.

00:23:43: Aber wir haben definitiv in dem Moment auch –

00:23:45: ich weiß auch noch, dass ich aufgestanden bin, weil ich das Wasserglas weggeräumt habe.

00:23:49: Also das bin ich mir ganz sicher, dass ich das gemacht habe.

00:23:53: Ich glaube, das Gefühl, was die Jessy empfunden hat, war irgendwie eine Erleichterung.

00:23:57: Weil ich

00:23:58: quasi das, was sie jetzt die letzten Wochen oder Monate bedroht hat, weggekickt habe.

00:24:03: Und sie hat dann auch, selbst danach, einfach jahrelang dieses Gefühl nicht mehr gehabt.

00:24:09: Ich kann dir gar nicht sagen, wie … Das ist total kurios!

00:24:13: Weil ich hab das noch nie erlebt.

00:24:15: Ich hab schon oft mit Menschen im selben Bett geschlafen, und ich hab aber auch schon oft Schlafparalyse gehabt mit anderen Menschen, die im selben Bett geschlafen haben.

00:24:22: Aber also für mich selber.

00:24:24: Aber dass ich mit einer anderen Person dieselbe Erfahrung habe und dann auch noch aktiv diese Gestalt, die sie eigentlich sieht.

00:24:34: Und ich aber auch sehe – das war total schräg einfach und hat uns beide ziemlich verwirrt,

00:24:44: weil

00:24:44: wir auch beide nicht so recht gewusst haben: Was war das jetzt eigentlich?

00:24:49: Was bedeutet es?

00:24:50: Was war das?

00:24:51: Haben wir uns das eingebildet?

00:24:54: Aber es ist halt schwer zu glauben, dass man sich das einbildet.

00:24:57: Wenn ich eben aktiv etwas trete … Es fliegt aktiv ein Wasserglas durch den Raum.

00:25:07: Also wir haben uns das nicht eingebildet. Und ich hab jetzt auch noch nie gehört, dass Leute plötzlich aktiv denselben Traum haben.

00:25:14: Also ich glaube, dass es vielleicht nicht einmal unbedingt zur Schlafparalyse … Also schon die Effekte von Schlafparalyse, durch das, dass wir diese Erfahrung gehabt haben.

00:25:23: Dass ich dasselbe gesehen habe wie sie … Ich mich aber eigentlich nicht einmal bedroht gefühlt hab von dem.

00:25:27: Weil mir meine Freundin Josefina davor gesagt hat, dass sie durchaus sieht, dass irgendwie eine negative dunkle Energie der Jessy anhaftet, und ich dir auch vorher schon erzählt hab, dass ich selber immer schon, seit ich ein kleines Mädchen bin, das Gefühl hatte, dass ich mehr sehen kann, als andere Menschen sehen oder wahrnehmen können – dass das durchaus halt einfach kein Zufall war, dass wir das hier gemeinsam erlebt haben.

00:25:53: Und ich glaube, es war auch kein Zufall, dass ich diese Gestalt weggekickt habe für sie.

00:25:59: Es war mir möglich – sie konnte sich nicht wehren!

00:26:01: Ich konnte mich für sie wehren.

00:26:03: So sehe ich das.

00:26:04: Ich meine, das Tolle daran ist, dass die Jessy tatsächlich die Jahre danach nur mehr vereinzelte Schlafparalyse-Erfahrungen gehabt hat und vor allem nicht mehr mit dieser Gestalt.

00:26:14: Also ich habe schon wirklich sehr viele solche Gestalten gesehen, und eben dieser lange Mann mit Hut, der ist immer wieder mal dabei.

00:26:21: Ja, der ist immer wieder einmal dabei.

00:26:23: Aber wie gesagt, ich fühle mich … Ich persönlich hab mich einfach nie wirklich bedroht davon gefühlt, weil ich halt auch immer gecheckt habe:

00:26:29: Hey!

00:26:29: Ich schlafe!

00:26:30: Ich nehme das nur gerade wahr, und habe mich dann einfach immer mit meinen Fingerübungen aufgeweckt.

00:26:36: Die Gestalt, die ich da sehe, sie ist sehr hager, lang, so zwei Meter lang. So gefühlt?

00:26:46: Oder vielleicht?

00:26:47: Nein, ich glaube, zwei Meter reicht schon von der Länge her.

00:26:50: Aber sehr hager, sehr schmal, sehr dunkel, schmale Schultern, hängende Schultern … Das Gesicht sieht man eigentlich nicht!

00:26:59: Man weiß, es ist ein Gesicht, aber du kannst keine Gesichtszüge wahrnehmen.

00:27:03: Und dann ist da ein Hut.

00:27:04: Ein bisschen wie so ein alter Männerhut, ein schwarzer Hut irgendwie. Vielleicht erinnert es im ersten Moment ein bisschen an den Sensenmann, von der Figur her irgendwo.

00:27:17: Nur ohne die Sense und so, aber von dieser Gestalt her.

00:27:23: Meistens in meiner Erfahrung habe ich ihn schon oft gesehen im Eck.

00:27:27: Also im Eck, das am weitesten weg von meinem Bett quasi entfernt [ist].

00:27:32: Aber ich hab's auch schon an der Bettkante gesehen.

00:27:34: Aber meistens sehe ich diese Gestalt im Eck.

00:27:37: Jessy hat erzählt, dass diese Schlafparalyse-Erfahrungen erst so schlimm und intensiv geworden sind,

00:27:45: nachdem sie mit ihrer Freundin Melanie eine Ouija-Board-Session gemacht hat. Und die mussten die beiden unterbrechen, weil Melanie plötzlich zu schreien begonnen hat und gesagt hat: Auf dem Balkon steht ein Mann ohne Gesicht.

00:28:02: Wahnsinn.

00:28:03: Jetzt kriege ich schon eine Gänsehaut!

00:28:06: Ja, ich meine, so mit Ouija-Board würde ich persönlich auch abraten, jedem Menschen davon, sich damit auseinanderzusetzen, wenn du nicht wirklich einen Plan hast, wie Dinge funktionieren, und eben keine Ahnung hast von Schutz.

00:28:20: Das ist genau das Ding.

00:28:21: Du kannst Dinge öffnen, und du weißt nicht, was da durchkommt.

00:28:38: Diese Erfahrung war für mich vor allem so spannend, weil ich mich selber ziemlich mächtig gefühlt habe, um ehrlich zu sein.

00:28:44: Dass ich quasi diese dunkle Energie, die sich ja angeheftet hat, einfach getreten habe und dass es danach tatsächlich einfach besser war – auch irgendwie eine unglaublich spannende Erfahrung.

00:28:59: Eben, dass eine andere Person – also eine andere Person dasselbe wahrnimmt wie ich.

00:29:05: Es ist sehr schwierig, mit Menschen über so was zu reden, ja?

00:29:07: Viele Menschen drücken da gleich mal diesen Esoterik-Stempel oder sonst irgendwas drauf, ja … Ich hatte bis zu dem Zeitpunkt eigentlich nicht viele Personen, mit denen ich mich quasi darüber austauschen konnte, und es war irgendwie deswegen doppelt schön, dass ich eben Jessy helfen konnte, ihr Leben wieder zurückzuerobern für sich, aber auch die Bestätigung bekommen habe, dass das andere Leute auch so sehen, also dass das nicht nur ich bin.

00:29:32: Ich meine, ich wusste es auch von Josefina schon.

00:29:35: Aber wie gesagt, die Josefina ist noch einmal ein ganzer Sonderfall.

00:29:39: Quasi, dass ich einfach diese Bestätigung hatte von jemand anderem:

00:29:43: Hey!

00:29:43: Ich sehe das auch.

00:29:44: Ich nehme das genauso wahr.

00:29:45: Das bist nicht nur du.

00:29:46: Das war schon eine sehr besondere Erfahrung, ziemlich

00:29:50: einmalig.

00:29:53: Was ich an dieser Geschichte besonders interessant finde, ist … dass Jessy und Uschi denselben Abend aus zwei unterschiedlichen Perspektiven beschreiben. Obwohl sich ihre Erinnerungen in vielen Punkten überschneiden, gibt es auch Details, die sie unterschiedlich wahrgenommen haben oder an die sie sich bis heute nicht mehr gleich gut erinnern können.

00:30:12: Zum Beispiel hat Jessy Josefina ja wirklich als sehr, sehr witchy beschrieben, während sich Uschi eher an eine normalere Person erinnert.

00:30:20: Das ist natürlich nicht ganz ungewöhnlich – schließlich liegt diese Nacht schon viele Jahre zurück, und Erinnerungen verändern sich mit der Zeit.

00:30:29: Trotzdem fand ich's spannend, dass beide bis heute eine ziemlich klare Vorstellung davon haben, was damals passiert ist.

00:30:36: Aus diesem Grund wollte ich die beiden heute noch mal gemeinsam sprechen.

00:30:39: Mich hat interessiert, wie sie sich heute an diesen Abend erinnern, ob sich ihre Wahrnehmung über die Jahre verändert hat und was passiert, wenn man diese beiden Erinnerungen noch mal nebeneinanderlegt.

00:30:51: Also habe ich Jessy und Uschi noch einmal zusammen eingeladen!

00:31:00: Jessy, Uschi, ich habe euch jetzt das erste Mal zusammen im Gespräch.

00:31:05: Hi!

00:31:06: Hallo!

00:31:09: Ihr habt ja schon ein bisschen in den Podcast reingehört, also zumindest in den ersten Teil?

00:31:14: Wie war das für dich, Jessy?

00:31:18: Ja, das war sehr spannend.

00:31:20: Vor allem dadurch, dass ich ja schon eigentlich die ganze Folge gehört habe, ist es halt auch sehr witzig zu sehen, was es da für Unterschiede gibt von dem, was wir uns gemerkt haben, weil's doch schon so lange her ist.

00:31:35: Und was war dein Conclusio?

00:31:37: Ich hab das Gefühl gehabt, die Uschi konnte sich teilweise ein bisschen besser erinnern.

00:31:41: Ja, das ist auf jeden Fall wahr.

00:31:42: Mein Gedächtnis ist generell nicht so das Allerbeste!

00:31:46: Ich habe sehr viele Sachen vergessen.

00:31:49: Das war auch ein bisschen eine Art von Verdrängen.

00:31:52: Uschi, wie war es für dich, das zu hören?

00:31:55: Sehr spannend.

00:31:58: Hat mir sehr gut gefallen und war sehr interessant.

00:32:00: Mich selber habe ich ja noch nicht gehört.

00:32:08: Wie ist es heute für euch, wenn ihr an das Erlebnis noch mal zurückdenkt?

00:32:11: Ich

00:32:11: habe jetzt ehrlicherweise gar nicht so arge Emotionen diesbezüglich.

00:32:14: Für mich war das irgendwie damals … Ich meine, für die Jessy war es halt voll arg, weil's ihr so passiert ist und sie ja auch Angst hatte.

00:32:22: Und für mich war es halt irgendwie so: Gut, tret ich ihn halt weg!

00:32:29: Also,

00:32:29: ja.

00:32:30: Ja, also für mich sind das jetzt natürlich auch schon ein bisschen abgeflachte Emotionen, aber so generell die Grundstimmung, wenn ich an diese Zeit denke, ist halt schon sehr davon überschattet, weil ich halt wirklich panische Angst vorm Schlafen hatte. Und natürlich, vor allem wenn man dann vielleicht noch mit Ärzten spricht und ihnen erklärt, was das Problem ist, und die diese Thematik nicht kennen, wird man oft angesehen, als wäre man völlig verrückt.

00:32:55: Und das hat sich natürlich auch auf mich übertragen und hat dazu geführt, dass ich mich auch teilweise gefühlt habe, als würde ich

00:33:00: verrückt werden!

00:33:02: Und ja … Dass es dann mit der Uschi passiert ist, als sie quasi den Schlafparalyse-Dämon weggetreten hat, das hat mir halt dann Gott sei Dank ein bisschen das Gefühl gegeben, dass ich doch nicht verrückt bin.

00:33:15: Die andere Verrückte hat dich bestätigt!

00:33:25: Was glaubt ihr eigentlich jetzt über dieses Hatman-Phänomen?

00:33:28: Das Ganze ist irgendwie international ein ganz großes Ding, ein Phänomen, was irgendwie über die ganze Welt existiert.

00:33:36: Ja, ich glaube halt einfach, dass in dieser … Ich mein, Schlafparalyse, ich empfinde das … Ich glaube, das erfährt jeder einmal eigentlich, so grundsätzlich.

00:33:44: Manche steigern sich vielleicht auch mehr rein, manche weniger, und ich glaube einfach, das ist irgendwie etwas, was sich in der menschlichen Psyche irgendwie so manifestiert, in den Gedanken, in den Träumen.

00:33:54: So denke ich mir, wird das sein.

00:33:55: Oder was denkst du, Jessy?

00:33:58: Ich habe schon öfters darüber nachgedacht, und es kommt halt immer ein bisschen drauf an, welcher Teil von mir gerade mehr vorne ist, also der rationale Teil oder der spirituelle Teil. Und ich finde es einfach ein bisschen, vielleicht zu einfach, zu sagen, dass das irgendwie so normal erklärbar ist durch die gestörte REM-Schlafphase.

00:34:20: Ja, die REM-Schlafphase ist wahrscheinlich gestört, aber ich denke mal, das hat vielleicht einen Grund, warum alle fast dasselbe sehen oder zumindest ähnliche Sachen sehen.

00:34:29: Warum das so ist, kann ich mir nicht erklären, aber ich glaube schon, dass es auch irgendwo vielleicht eine Art Zwischenwelt gibt.

00:34:37: Alle Sachen, die wir nicht ganz mitbekommen, wenn wir wach sind, und vielleicht sind das Dinge einfach, die man eigentlich sonst nicht sehen sollte, ja.

00:34:47: Oder vielleicht sind sie eh immer da quasi, und wir sehen es halt nur, wenn wir genau in der Phase sind, oder so.

00:34:53: Na servus!

00:34:58: Und wusstet ihr beide sofort, dass ihr da dasselbe gesehen habt?

00:35:02: Oder musstet ihr euch erst über den Traum genau austauschen?

00:35:04: Wie war das damals?

00:35:05: Also ich würde jetzt einfach mal antworten, weil ich habe tatsächlich noch eine gute Erinnerung dran, an genau die Situation, wo das war.

00:35:12: Weil für mich war's halt so: Ich hab

00:35:13: geträumt.

00:35:14: So, und ich habe diese Gestalt gesehen, so über diesen Glastisch hinweg.

00:35:19: Und hab halt einfach instinktiv danach getreten.

00:35:22: Und die Jessy war so: What the fuck, hast du das auch gesehen?

00:35:26: Und ich so: Ja, fix habe ich es gesehen!

00:35:29: Also von dem her, wir haben das eigentlich schon gleich gecheckt, und du hast mir dann halt erzählt, ja, du hast es geträumt, und du quasi: Oh, du hast mich gerettet!

00:35:37: Ich weiß nicht, deshalb bin ich einfach aufgewacht, also ich war im Aufwachen quasi.

00:35:41: Ja,

00:35:42: und Uschi hat dann in dem Moment mit mir geredet. Aber es war ein sehr befreiendes Gefühl.

00:35:51: Daran kann ich mich schon erinnern, dass das irgendwie so war … Ich habe irgendwie instinktiv gleich das Gefühl gehabt, dass da vielleicht damit dann Schluss war mit der Schlafparalyse, und das hat sich ja dann auch bewahrheitet, weil ich habe ja dann zwei oder drei Jahre wirklich gar keine Schlafparalysen gehabt.

00:36:05: Jetzt hab ich sie immer wieder mal, aber sehr selten und dann auch nicht in der Intensität.

00:36:12: Also damals hat das ja meistens bis zum Morgengrauen gedauert, bis das aufgehört hat.

00:36:17: Das hat ja immer wieder angefangen, sobald ich eingeschlafen bin, und wenn ich jetzt Schlafparalyse habe, dann passiert es ein, zwei Mal, und dann war's das auch.

00:36:27: Und siehst du den Hatman jetzt eigentlich immer noch, oder ist es nur normale Schlafparalyse?

00:36:32: Tatsächlich sehe ich den Hatman gar nicht mehr.

00:36:35: Ich sehe schon noch immer wieder Dinge, ab und zu, vor allem höre ich Stimmen und Geräusche, wie zum Beispiel Schreie.

00:36:58: Wie haben

00:36:58: eigentlich andere Menschen darauf reagiert, als ihr die Geschichte erzählt habt?

00:37:08: Wenn ich sie dann erzählt habe, jetzt abgesehen vielleicht von dem Arzt.

00:37:11: Der hat mir wahrscheinlich auch nicht geglaubt und hat gedacht, ich bin schon komplett plemplem geworden.

00:37:17: Meine Freunde haben teilweise sehr schockiert darauf reagiert, vor allem weil ich ja bis noch vor ein paar Jahren so gar nicht spirituell war und das eigentlich selber mir nicht erklären konnte. Und ich eigentlich sehr gerne bei der Wahrheit bleibe bei meinen Geschichten, die ich erlebe.

00:37:35: Und ich hab da schon gemerkt, dass die Leute teilweise so nicht richtig gewusst haben, wie sie drauf reagieren sollen.

00:37:42: Weil wenn man jemandem erzählt, dass man irgendwelche dämonischen Sachen sieht, dann machen sich die Leute dann meistens, glaube ich, eher ein bisschen Sorgen beinahe.

00:37:51: Ja.

00:37:54: Ich glaub, bei mir ist es jetzt, die Menschen, die mich so umgeben, sind schockiert, wenn ich was anderes erzähle.

00:38:01: Ich habe so ein bisschen den Ruf in meinem Freundeskreis, dass ich über solche Dinge, dass ich über so was rede, sag ich jetzt mal.

00:38:09: Sehr erstaunlich bei Schlafparalyse, bei der man so Schattenwesen und Schattengestalten sieht: Weil diese Gestalt am Bett, die gibt es ja schon seit mehreren Jahrhunderten in fast jeder Kultur.

00:38:22: Aber den Begriff Hatman, also diesen Mann mit dem Hut, den gibt's tatsächlich erst seit 2001. Ich weiß nicht, ob ihr das wusstet. Und zwar stammt der aus einer amerikanischen Radiosendung, und seitdem verbreitet sich das Bild im Netz.

00:38:38: Wann habt ihr das erste Mal von diesem klassischen Hatman gehört?

00:38:44: Also bei mir war es tatsächlich erst, als ich die Schlafparalyse hatte.

00:38:48: Davor hatte ich … also ich hab ein bisschen schon als Kind, aber das war für mich damals so eher … Ich habe das nicht weiter irgendwie verfolgt, und als es dann anfing, so konstant öfter zu werden, habe ich mich halt ein bisschen im Internet damit befasst.

00:39:03: Und hab halt die ersten Berichte dazu gefunden.

00:39:06: Aber davor wusste ich eigentlich nichts vom Hatman und kannte den Begriff Schlafparalyse auch noch gar nicht.

00:39:13: Den kenne ich erst seit damals.

00:39:14: Uschi, du hast auch gesagt im Podcast, dass der dir nicht zum ersten Mal begegnet ist, oder?

00:39:18: Ja, voll. Also generell, Schlafparalyse ist ein Phänomen, das kenne ich wirklich schon, seitdem ich ein ganz kleines Mädchen bin.

00:39:25: Wusste auch nicht die Begrifflichkeit, obviously.

00:39:30: Ich weiß jetzt nicht, wann ich erfahren habe, dass es dafür eigentlich einen Begriff gibt, und ich bin mir jetzt auch nicht sicher – ja, ich meine, es macht Sinn.

00:39:37: Das war in den letzten Jahren, dass das da so popkulturell quasi ein bisschen aufgekommen ist, oder so. Würde Sinn machen, dass ich seitdem vielleicht wahrscheinlich das auch weiß.

00:39:46: Aber von dieser Existenz weiß ich auf jeden Fall schon länger.

00:39:50: Und auch ist es interessant, was du gesagt hast, wegen dass das seit ewig quasi ein Phänomen ist, kulturenübergreifend.

00:39:57: Das gibt ja auch so aus dem Mittelalter, und so gibt's ja auch viele Gemälde, die eigentlich, wenn du dich damit auseinandersetzt, ein bisschen darauf hindeuten, dass es da um Schlafparalyse geht, in diesen Ölgemälden oder so. Also das ist urspannend auf jeden Fall.

00:40:13: Du

00:40:13: meinst das von Füssli, wo

00:40:15: diese katzenähnliche Gestalt auf der Brust der Frau sitzt.

00:40:18: Ja,

00:40:18: ja, fix, das auch, und ich glaube, es gibt aber noch mehr, die ich schon gesehen habe.

00:40:23: Ganz spannender Fakt!

00:40:25: Im Jahr 2006 haben Neurologen in der Schweiz bei einer hellwachen Patientin eine Stelle im Gehirn mit Strom gereizt, und plötzlich spürte sie eine Schattenperson hinter sich.

00:40:36: Sie wusste, dass es nur ein Effekt war, und drehte sich trotzdem um.

00:40:41: Also das deutet so ein bisschen darauf hin, dass das Gehirn vielleicht diese Person erzeugt.

00:40:47: Und da driften ja die Theorien der Psychologie und der Parapsychologie weit auseinander. Was würdet ihr sagen?

00:40:55: Was bleibt von eurem Erlebnis übrig?

00:40:57: Also das Hirn ist ja grundsätzlich, das menschliche Hirn –

00:41:00: es hat ja viele Facetten und Schichten und blabla.

00:41:04: Es gibt auch so viel, was noch nicht erforscht wurde.

00:41:08: Von dem her, das mag schon sein, dass man so was irgendwie so erzeugen kann.

00:41:11: Man sagt aber auch oft, wenn es um spirituelle Geschichten geht, wenn es um Geister und so Sachen geht, dass da ja viel mit so Elektrizität und so Frequenzen auch zusammenhängt.

00:41:21: Hört man immer wieder, also von dem her:

00:41:23: Mich wundert's jetzt nicht unbedingt, wenn man vielleicht auch so einen Effekt künstlich erzeugen kann.

00:41:28: Aber nichtsdestotrotz muss man sagen, wenn ich in meinem Bett liege und schlafe … Kitzelt mich halt niemand mit einem Elektroschock am Hirn, also von dem her.

00:41:38: Ich glaube, mir nimmt das nichts weg an der Erfahrung, aber es ist interessant natürlich, dass man Dinge nachstellen kann, finde ich.

00:41:43: Also

00:41:44: ich glaub, die psychologische Lesart hat das ja weiterhin, dass das Phänomen auftritt, wenn man wahnsinnig unter Stress und Strom steht.

00:41:52: Jessy, du hast gesagt, dass du das ja ganz oft montags erlebt hast?

00:41:56: Und ich habe mich hinterher gefragt: Warst du vielleicht nach dem Wochenende so gestresst, dass du in Schlafparalyse gefallen bist?

00:42:04: Ja, das war auch eine Theorie.

00:42:05: Es war immer wieder am Montag, aber es war halt nicht nur am Montag.

00:42:10: Ich war generell in einer sehr gestressten Phase meines Lebens, und mir ging's auch sonst nicht gut.

00:42:15: Und ich glaube, dass das natürlich ein Grund war, warum ich empfänglich für so etwas war.

00:42:20: Du hast ja gesagt, dass dann später diese Schlafparalysen, nachdem ihr da mit dem Ouija-Brett rumgespielt habt, die irgendwie eine andere Qualität hatten als die normalen Schlafparalysen?

00:42:31: Also sie sind auf jeden Fall intensiver geworden und stärker, ja.

00:42:37: Was heißt intensiver und stärker?

00:42:39: Also sie sind öfters aufgetreten, und ich hatte natürlich auch Schlafparalysen immer wieder mal, wo ich einfach irgendetwas gesehen habe oder gehört habe.

00:42:48: Aber es ist dann so gewesen, dass ich meistens etwas gesehen habe und gehört hab und dass das viel lauter war und viel näher und intensiver.

00:42:56: Also auch so gehabt, dass zum Beispiel der Hatman oder auch andere Gestalten mir direkt ins Gesicht gesprungen sind.

00:43:04: Oder dass ich so Schreie gehört habe, wie ich mir vorstellen könnte, dass sie direkt aus der Hölle kommen, obwohl ich nicht mal an die Hölle glaube.

00:43:11: Aber es war so verdammt realistisch, und es war ja teilweise so, dass mir diese Stimmen ins Ohr geflüstert haben.

00:43:20: Und dann gab's wieder, wie mal früher, Schlafparalysen, wo einfach nicht viel passiert ist.

00:43:24: Außer dass ich mich halt nicht bewegen konnte und mir das nicht so bedrohlich vorgekommen ist.

00:43:27: Was

00:43:27: ich spannend finde, ist die Gleichförmigkeit des Phänomens. Also dass es international auftritt, haben wir gesagt, und lustigerweise geht es meistens immer um eine Gestalt mit

00:43:40: Hut.

00:43:41: Es gibt noch eine zweite große Gestalt, die bei Schlafparalyse auftritt, aber meistens ist es die Gestalt mit Hut. Lustigerweise im Alpenraum: Bei uns ist es die Trud oder der Alp, und die setzen sich nachts auf die Brust der Schlafenden.

00:43:53: Und bei den Brüdern Grimm, die auch davon erzählen in ihren Märchen, hat der Alp eine Tarnkappe, eine Kopfbedeckung – also auch lange vor dem Hatman.

00:44:05: Wir haben in unserer ersten Episode die portugiesische Entität der Schlafparalyse recherchiert.

00:44:11: Das ist ja auch so ein Männchen mit so einer roten Kappe.

00:44:14: Was haltet ihr davon, dass es immer so mit Hut ist?

00:44:18: Also ich meine, ich denke mir halt:

00:44:20: Im Endeffekt gibt es ja noch mehr Berechtigung dafür, dass das halt real ist und nicht nur irgendwas, was man sich einbildet. Weil wenn so viele Menschen unabhängig voneinander eigentlich so Pi mal Daumen dasselbe erzählen, dann muss wohl etwas dran sein, oder?

00:44:35: Denke ich mal.

00:44:37: Ja, glaube ich auch.

00:44:39: Weil es fällt mir schwer zu glauben, wenn wir uns alles nur so einbilden würden, dass wir alle dasselbe sehen, vor allem in allen Kulturen immer wiederkehrend ist.

00:44:51: Und was mich immer – woran ich immer denken muss, wenn ich früher den Hatman beschrieben habe: Ich kann mich noch erinnern an die frühere Merkur-Werbung, also Vorgänger vom Billa Plus.

00:45:02: Da hat es ja diesen Anonym gegeben, und … Das

00:45:06: Fragezeichen oder so war das, gell?

00:45:07: Nein,

00:45:08: da hat sich, glaube ich, der Herr Mr.

00:45:09: Anonym oder so geheißen, und die Umrisse waren ja eigentlich eins zu eins der Hatman, finde ich.

00:45:18: Stimmt.

00:45:18: Und so habe ich das auch immer wieder beschrieben.

00:45:20: Habt ihr den Hatman auch mal ohne Hut erlebt?

00:45:22: Beziehungsweise, wenn er keinen Hut hätte – was bleibt vom Hatman noch übrig?

00:45:25: Na ja, wenn er ohne Hut wäre, dann wäre es einfach nur ein komischer dunkler Typ, der da in der Ecke vom Zimmer sitzt und dich anstarrt.

00:45:32: Er ist halt ein Schatten, ne?

00:45:34: Ja, er ist eigentlich ein Schatten, weil man sieht ja kein Gesicht.

00:45:38: Für mich hat es immer so gewirkt wie so ein Mann, der einen langen dunklen Mantel anhat und einen großen schwarzen Hut. Und ich habe ihn nie ohne Hut gesehen.

00:45:49: Ich habe andere Gestalten auch gesehen. Aber der Mann mit Hut war immer der Mann.

00:45:55: Was hast du noch für Gestalten gesehen in der Schlafparalyse?

00:45:57: Ich

00:45:58: habe z. B.

00:46:01: verzerrte Gesichter, die auf mich zugeflogen sind.

00:46:03: Dann hab ich auch diese kleine Figur gesehen, wie eine Art Katze, eine schwere Gestalt, die auf meiner Brust gesessen ist, die auch einmal, ohne dass ich sie gesehen habe, auf meinem Rücken gesessen ist.

00:46:15: Ich hab irgendwo in einem Forum mal gelesen, wenn man am Bauch schläft, kriegt man keine Schlafparalyse.

00:46:20: Surprise!

00:46:20: Ich hatte sie trotzdem, sogar noch intensiver, und da habe ich eben diese Gestalt gespürt, die auf meinem Rücken gesessen ist, die mich ins Bett gedrückt hat.

00:46:29: Und ohne sie zu sehen, habe ich gewusst, dass das halt eben diese Gestalt

00:46:32: ist.

00:46:32: Kanntest du damals schon das Bild, das Gemälde von Füssli mit dieser katzenähnlichen Gestalt?

00:46:36: Oder war das unabhängig bei dir?

00:46:39: Ich weiß nicht, ob ich es gekannt habe.

00:46:40: Zumindest nicht aktiv.

00:46:41: Vielleicht hab ich es schon mal irgendwo gesehen … aber ich habe davor auf jeden Fall nichts davon gewusst.

00:46:48: Also erst nachdem mir das eigentlich widerfahren ist, erst nachdem ich wirklich sehr häufig Schlafparalyse gehabt habe, habe ich überhaupt angefangen zu recherchieren.

00:46:56: Weil am Anfang habe ich geglaubt, ich bin die Einzige auf dieser Welt und bin einfach nur verrückt geworden.

00:47:01: Und ja, so hab ich mich damit abgefunden eigentlich, dass ich vermutlich jetzt Sachen sehe, die nicht da sind.

00:47:09: Ja, mehrmals auf jeden Fall.

00:47:13: Wie war das für dich?

00:47:16: Ich habe es wirklich schon, seitdem ich ein kleines Mädchen bin, von dem her stresst es mich nicht so wirklich, weil ich weiß, dass es mir nichts tun kann quasi, und ich schaffe es halt auch gut, dass ich mich selbst aufwecke, wenn ich in so einer Phase bin.

00:47:29: Also von dem her ist es jetzt nicht so tragisch. Aber was für mich schon, was viel Schlimmeres war:

00:47:36: Also das war auch so eine Art Schlafparalyse-Erfahrung, wo ich halt wirklich etwas auf der Brust gespürt habe, aber auch irgendwie … also es ist jetzt schwer zu sagen, weil natürlich, du bist im Halbschlaf oder so, aber wo ich wirklich gespürt habe, wo mir die Decke runtergezogen wird und wo ich ein Heavy Feeling auf der Brust hatte, ohne was aktiv zu sehen.

00:47:55: Das hat mich mehr gestresst, als so im Traum quasi in dieser Phase einen Hatman zu sehen.

00:48:02: Hallo!

00:48:03: So, sehen wir uns wieder, um ehrlich zu sein.

00:48:05: Weil ich das wirklich mit so einer Frequenz schon gehabt habe, seitdem ich eben ein kleines Mädchen bin.

00:48:09: Und man gewöhnt sich halt dran.

00:48:11: Und es wirkt nicht bedrohlich auf dich?

00:48:15: Nein … Es ist ja noch nie was passiert.

00:48:19: Also gehe ich davon aus, dass das auch in Zukunft nichts sein wird.

00:48:23: Der Hatman erscheint nicht nur im Schlaf.

00:48:25: Im Podcast Otherworld erzählen zwei Brüder von demselben Albtraum im selben Zimmer und von Wachsichtungen.

00:48:34: Bis der Mann eines Tages den Hut zog, sich verbeugte und nie wieder kam.

00:48:39: Ein Pastor bringt ihn dort ausdrücklich mit Ouija-Brettern in Verbindung.

00:48:44: Wie seht ihr den Zusammenhang Ouija-Bretter und Hatman?

00:48:48: Ich würde sagen, in der Geschichte kommen ja beide Elemente vor.

00:48:51: Glaub ich nicht!

00:48:52: Nein, Spaß.

00:48:53: Also jetzt kriege ich schon ein bisschen Gänsehaut.

00:48:55: Ja, kann … ich kann mir gut vorstellen, dass das damals echt so ein bisschen so ein Portal geöffnet hat.

00:49:03: Kann gut sein, aber ich weiß nicht, ob es bei der Uschi auch so war.

00:49:06: Ouija-Bretter hat sie ja auch verwendet früher?

00:49:09: Ja, als Kind auf jeden Fall.

00:49:11: Ich bin ja in den USA aufgewachsen, und da waren ja Ouija-Bretter ein Riesenthema quasi.

00:49:16: Jeder hatte so ein Spiel.

00:49:18: War das nicht sogar von Mattel oder so produced?

00:49:22: Also die haben ja im großen Stil rausgebracht.

00:49:24: Also ich habe auf jeden Fall damit experimentiert.

00:49:26: Das ist zum Beispiel etwas, was ich nie wieder tun würde.

00:49:29: Ein Ouija-Brett anzugreifen, da hab ich zu viel Respekt.

00:49:32: Da müsste halt wirklich irgendwer dabei sein, der sich richtig gut auskennt.

00:49:37: Weil ich würde mir da nichts reinholen.

00:49:38: Das ist ein No-Go!

00:49:41: Der Pastor, von dem da übrigens die Rede ist, der heißt Timothy Browne, und er hat über Jahrzehnte hinweg eine Webseite gehabt, die heißt The Hatman Project. Die ist jetzt leider nicht mehr online, aber ich glaube, es gibt gerade ein paar Versuche, das Archiv zu retten.

00:49:54: Er hat das irgendwie durch Datenverlust alles verloren. Und das ist auch übrigens dieser Pastor, der das mit dem Ouija-Brett direkt in Verbindung bringt.

00:50:07: Und zwar spielt es genau in diesem Fall mit diesen zwei Brüdern [eine Rolle].

00:50:10: Der Pastor sagt ausdrücklich: Das Brett öffnet eine Tür, und etwas kommt hindurch.

00:50:16: Jessy, du hast ja auch selber gesagt, irgendwie, da war eine Tür offen, und das hat sich für dich wie eine Drehtür angefühlt, als wäre alles rein- und rausgekommen.

00:50:24: Hast du die Tür wieder zugemacht, oder glaubst du, die ist immer noch offen?

00:50:27: [Ich habe] das Gefühl, dass es zumindest keine Drehtür mehr ist.

00:50:31: Also ich bin schon noch sehr empfänglich für solche Sachen.

00:50:34: Allerdings ist es nicht mehr so unkontrolliert wie früher, und das macht mir auch keine Angst mehr, also nicht mehr in dem Ausmaß.

00:50:41: Wenn ich jetzt noch Schlafparalyse hab, in der Schlafparalyse habe ich trotzdem immer noch Angst.

00:50:45: Ich habe sie nicht ganz wegbekommen, vor allem weil ich es nicht ganz schaffe, mich aus diesem Zustand rauszureißen.

00:50:50: Auch ich habe das auch schon geübt mit kleinen Fingerbewegungen.

00:50:54: Dass man dann aufwacht – das funktioniert bei mir gar nicht. Wirklich?

00:50:58: Nein, gar nicht.

00:51:00: Also ich kann nichts bewegen.

00:51:02: Bei mir hört das auch nicht auf.

00:51:03: Das hört dann auf, wenn es aufhören möchte, quasi. Aber es ist, dadurch, dass ich halt einfach nicht mehr so krasse Sachen sehe,

00:51:10: jetzt, glaube ich, habe ich auch das Gefühl, dass ich halt auch nicht mehr eine Drehtür in mir hab für verschiedene Geister und Dämonen.

00:51:18: Vielleicht ist es jetzt eine kleine Katzenklappe geworden.

00:51:20: Genau, und ich kann sie dir mit meinem Fuß zuhalten, wenn ich möchte.

00:51:26: Angst ist auch ein guter Stichpunkt.

00:51:27: In Ägypten erlebt fast jeder Zweite irgendwann eine Schlafparalyse, in Dänemark nur jeder Vierte. Wer an eine übernatürliche Ursache glaubt, hat längere und angstvollere Episoden.

00:51:38: Hat die Erklärung, die ihr gefunden habt in eurem Erlebnis, irgendwas am Leben verändert?

00:51:43: Also so, wie du jetzt zum Beispiel mit den Schlafparalysen umgehst, Jessy.

00:51:46: Weil bei dir, Uschi, es ist ja relativ gleichbleibend, hast du gesagt.

00:51:49: Na ja, ich würde das so nicht unterschreiben, weil bei mir war das ja eigentlich umgekehrt, weil es war in einer Phase, wo ich absolut gesagt habe, so: Paranormale Sachen und Spiritualität haben für mich keinen Platz im Leben.

00:52:04: Und eigentlich, seitdem ich mich quasi damit abgefunden habe,

00:52:07: dass es vielleicht doch so etwas gibt und dass das möglich ist, sind die Schlafparalysen ja dann auch besser geworden, also.

00:52:14: Ich glaube, nicht nur, dass das Erlebnis mit der Uschi quasi … Also das war quasi so der ausschlaggebende Punkt, aber ich hab mich halt einfach auch damit abgefunden, dass ich halt vielleicht empfänglicher für solche Sachen bin, und seitdem geht's eigentlich besser.

00:52:26: Beziehungsweise, konnte man diesen Hatman auch mit Medikamenten nachstellen?

00:52:31: Ich weiß nicht, ob ihr schon was davon gehört habt. Aber da gab es vor einigen Jahren ein Phänomen.

00:52:35: Und zwar ist das mit dem Medikament Benadryl, im sogenannten Benadryl-Delir, irgendwie nachzukonstruieren. Und ich glaube, da gab's auch eine Social-Media-Challenge irgendwann, wo Leute echt versucht haben, sich mit Benadryl in diesen Hatman-Zustand, in diese Paralyse zu versetzen, was natürlich leider in etlichen Vergiftungen geendet hat.

00:52:54: Sollte man auf keinen Fall nachahmen.

00:52:56: Nein,

00:52:58: sehr schlecht.

00:52:59: Ich glaube, es gibt sehr viele Forschungen, die sich jetzt eben fragen:

00:53:02: Ist das quasi etwas, was das Gehirn produziert, oder von außerhalb?

00:53:11: Ich glaube, es könnte etwas von außerhalb sein.

00:53:12: Aber natürlich bin ich keine Forscherin und kann es auch jetzt nicht beantworten.

00:53:17: Aber so mein Gefühl sagt mir, dass das halt ein bisschen mehr, glaub ich, dahinter ist, als dass wir uns irgendwas mit dem Hirn zusammenfabrizieren und dann alle plötzlich dasselbe sehen.

00:53:25: Ich

00:53:26: glaube nicht, dass es so ist, wie es beim Träumen oft ist, dass man seinen Tag im Unterbewusstsein verarbeitet und demnach halt manchmal wirklich wirre Sachen träumt.

00:53:35: Das kann ich mir auch nicht vorstellen!

00:53:39: Erstens mal kommt sicher viel drauf an, wie empfänglich du als Person bist für so was.

00:53:44: Es gibt einfach auch Leute, die … Ich glaube zum Beispiel, dass in Dänemark angeblich nur jede vierte Person statt jede zweite eine hat, und das hängt damit zusammen, dass die, glaub ich, halt einfach eher so ein bisschen … Ich sage zum Beispiel, so rationaler gepolt sind.

00:53:58: Also jetzt zum Beispiel Ägypten, nicht dass Ägypter irrational sind,

00:54:01: bitte versteht es mich jetzt nicht falsch, aber einfach von der Spiritualität her und so Sachen.

00:54:06: Also ich glaube, da schätze ich jetzt einfach die ein bisschen anders ein,

00:54:10: so sag ich jetzt dann mal, ja. Und ich glaub, dass auch alle zwei Personen das empfinden, aber sie reden nicht drüber oder sehen das halt einfach so:

00:54:19: Oh, ich habe schlecht geträumt, oder so, wie ich mein?

00:54:22: So könnte ich mir das vorstellen.

00:54:24: Ja, das ist ja quasi auch die These, dass man sagt, wer an eine übernatürliche Ursache glaubt, hat längere und angstvollere Episoden.

00:54:29: Ja,

00:54:30: fix, fix!

00:54:30: Das auf jeden Fall.

00:54:31: Also ja, und ich meine, übernatürlich ist halt auch immer die Frage, was man überhaupt als natürlich definiert.

00:54:37: Oder, also eben, wenn du halt komplett so, eben unter Anführungszeichen, rational bist und halt auch zum Beispiel – ich weiß nicht, einfach generell sagst, ja, das ist ein Humbug, ich befasse mich nicht damit.

00:54:49: Ja, dann kannst du es vielleicht da abhaken natürlich, aber das ist ja auch irgendwo logisch.

00:54:54: Und so Leute, die halt mehr an so was glauben oder vielleicht sogar dran glauben wollen – und da gibt's ja auch mehr als genug Menschen, denen das nicht reicht, was einfach auf der Erde ist.

00:55:02: Die suchen halt auch ein bisschen nach einem Zeichen oder nach irgendwelchen Symbolen, because they want to believe.

00:55:09: Ja, da gibt es ja auch … ich würde sagen, so im östlichen Raum gibt's ja auch viel mehr diesen Dschinn-Aberglauben und so.

00:55:15: Voll!

00:55:16: Wobei, ich glaub schon an Dschinn, um ehrlich zu sein.

00:55:20: Aber ist das nicht irgendwie ein anderes Wort für das gleiche Phänomen?

00:55:24: Voll!

00:55:25: Aber deswegen finde ich, man kann schon dran glauben.

00:55:28: Es gibt halt für ein Phänomen so viele Wörter, auf so vielen Sprachen, aus so vielen Teilen der Welt, auch aus so vielen Epochen.

00:55:35: So, das find ich schon, dass es ein bisschen absurd ist, wenn man sich denkt, na, da gibt's keinen Zusammenhang.

00:55:40: Oder, my two cents.

00:55:42: Was würdet ihr denn heute sagen,

00:55:44: wenn einem Bekannten oder einem Freund der Hatman im Schlaf begegnet?

00:55:48: Ich würde ihm empfehlen, die Uschi anzumieten.

00:55:53: Du kannst ja bei der Uschi übernachten!

00:55:58: Ja, ich würde der Person sagen, so: Versuch's, so ruhig wie möglich zu bleiben.

00:56:03: Lass es einfach passieren, und wenn du es schaffst, dich irgendwie zu bewegen, den kleinen Finger, um dich da rauszureißen, dann gratuliere!

00:56:10: Bei mir hat das halt nicht funktioniert.

00:56:11: Aber ich glaube, dass es tatsächlich eine Sache ist, dass diese Wesen, was auch immer sie sein mögen, uns nichts körperlich tun können, außer uns Angst zu machen.

00:56:20: Und deswegen einfach am besten so ruhig wie möglich bleiben und schauen, dass man vielleicht kein allzu stressiges Leben führt und einen gesunden Schlafrhythmus hat irgendwie.

00:56:31: Das hilft wahrscheinlich!

00:56:32: Zusätzlich würde ich noch anraten, die Wohnung auszuräuchern und eventuell noch andere präventive Maßnahmen zu treffen, wenn es

00:56:40: irgendwie

00:56:41: zu viel

00:56:41: wird.

00:56:43: Aber ganz gut ist, glaube ich, wirklich, dass man sich in diesem Prozess, wenn man wahrnimmt, dass das passiert, dass man sich echt darauf zu konzentrieren anfängt, so: Ja, ich bewege jetzt meinen kleinen Finger, so … Ich bewege den jetzt, ich beweg den jetzt!

00:56:55: Und sich da reinzusteigern, dass man sich auf das konzentriert, weil dann wachst du einfach auf, es geht gar nicht anders, wirst dann einfach munter, und dann geht das auch weg.

00:57:04: Aber ich kann schon verstehen, dass man, wenn einem das zum ersten Mal passiert und es vielleicht als erwachsener Mensch ist, halt schon so: What the fuck. Also dass man da Angst hat, kann ich schon nachvollziehen.

00:57:14: Was sagt ihr, was ist euer Schlusswort für dieses Erlebnis?

00:57:17: Für diese Episode?

00:57:20: Also bei mir: Finger weg von Ouija-Brettern.

00:57:23: Greift sie nicht an, wenn ihr eins zu Hause habt, verbrennt es, oder, keine Ahnung, hängt es euch an die Wand, aber berührt es am besten gar nicht mehr.

00:57:30: Nein, also wirklich, ich würde jedem davon abraten, damit zu spielen, weil, wie gesagt, ich lange Zeit davon überzeugt war bzw. versucht habe, mir einzureden, dass es keine übernatürlichen Sachen gibt. Und vielleicht war das genau deswegen bei mir dann so intensiv, weil mir irgendetwas beweisen wollte, dass es das gibt.

00:57:49: Ich weiß es nicht.

00:57:50: Auf jeden Fall: Finger weg von Ouija-Brettern und, keine Ahnung, Gläserrücken oder was es auch immer noch gibt, am besten.

00:57:55: Ja,

00:57:56: das kann ich nur unterschreiben. Das ist kein Spielzeug. Und vor allem, wenn man sich mit Sachen einfach nicht befasst hat, sollte man auf keinen Fall irgendwelche Türen öffnen, wo man erstens mal vielleicht nicht weiß, dass die Tür A existiert und B, wie man sie wieder schließt.

00:58:10: Also das ist eine ganz schlechte Idee!

00:58:20: Bevor wir zum Ende kommen, noch eine Bitte in eigener Sache.

00:58:23: Für die kommenden Folgen von 333 bin ich gerade wieder auf der Suche nach Menschen, die etwas Außergewöhnliches erlebt haben.

00:58:29: Das muss keine große oder spektakuläre Geschichte sein.

00:58:32: Vielleicht ist es auch nur ein einzelner Moment, eine merkwürdige Begegnung oder etwas, das euch schon seit Jahren beschäftigt und für das ihr bis heute keine richtige Erklärung habt.

00:58:43: Wenn euch dazu etwas einfällt, dann schreibt mir gerne – und bitte keine Scheu!

00:58:47: Ihr müsst eure Geschichte auch nicht besonders gut erzählen können.

00:58:50: Das machen wir dann schon gemeinsam.

00:58:52: Im Linktree von 333 findet ihr meine E-Mail-Adresse und ein Formular, über das ihr euer Erlebnis mit mir teilen könnt.

00:59:00: Den Link findet ihr wie immer in der Episodenbeschreibung.

00:59:08: Vielen Dank an Jessy und Uschi, dass sie sich noch mal Zeit genommen haben, gemeinsam auf diese Geschichte zurückzublicken.

00:59:14: Was an diesem Abend tatsächlich passiert ist, lässt sich heute natürlich nicht mehr abschließend rekonstruieren.

00:59:19: Was übrig bleibt, sind nur die Erinnerungen zweier Menschen, die etwas erlebt haben, das sie bis heute beschäftigt. Und ich finde, das ist auch der interessante Aspekt solcher Geschichten: wie lange sie uns eigentlich begleiten können und welchen Einfluss sie darauf haben, wie wir unsere eigene Wahrnehmung und manchmal auch die Welt um uns herum verstehen.

00:59:37: Wenn euch 333 gefällt, freue ich mich natürlich, wenn ihr den Podcast weiterempfehlt. Und wenn ihr selbst eine Geschichte habt, die ihr mit mir teilen möchtet, meldet euch gerne über den Link in der Episodenbeschreibung.

00:59:49: Danke euch fürs Zuhören!

00:59:50: Das war 333, Episode vier: Die offene Tür, Teil zwei.

00:59:55: Wir hören uns in zwei Wochen wieder.

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